Die neue Fiat Tipo Limousine – Kompaktlimousine aus Italien

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Im Fiat Konzern stehen die Zeichen derzeit auf Umbruch und gezieltem Wachstum in neuen und bewährten Segmenten. Auf der IAA in Frankfurt hatten die Italiener fast unmerklich ein neues Modell der Öffentlichkeit präsentiert, den neuen Fiat Tipo. Dieses legendäre Modell, war in den Achtziger und Neunziger Jahren ein millionenfach verkauftes Hatchbackmodell. Im Gegensatz dazu ist der neue Fiat Tipo hingegen nun eine klassische Stufenhecklimousine geworden.

Für den deutschen Kunden verwundert dieses um so mehr, da hier zu Lande diese Karosserievariante eher rückläufige Verkaufszahlen aufweist. Da die Italiener aber nicht expliziet den deutschen Markt im Blick haben, sondern viel mehr globaler denken (EMEA-Wirtschaftsregion – Europa, Mittlerer Osten, Asien), sieht die Sache schnell anders aus. Denn im internationalen Markt sind 4-türige Stufenhecklimousinen weiterhin die gefragtesten Modelle.

Aus diesem Grund bringen die Italiener ihren Fiat Tipo nun also als klassische Limousine auf den Markt.
Bis auf den Namen hat dieses Modell aber mit seinem Namensvetter nichts mehr gemein.

Die Fiat Tipo Limousine ist mit 4,54 m Gesamtlänge ein kompaktes Modell, welches trotz der geringen Abmessungen eine besondere Raumausnutzung bieten soll. Helfen tut hier der lange Radstand, der genügend Raum für Insassen und Gepäck lässt. 4 Erwachsene sollen ausreichend Platz finden und dank 520 l Kofferraumvolumen, sind Urlaubsfahrten auch kein Problem.

151013_Fiat_Tipo_01Optisch wirkt die neue Kompaktlimousine durchaus frisch und freundlich mit seinem breiten Kühlergrill und den schmalen Scheinwerfern an der Front. Die Seitenansicht ist klassisch mit gerader Dachlinie, die nur sehr schwach zum Heck hin abfällt und dadurch besonders viel Kopffreiheit den Fondpassagieren erhält. Die Heckpartie hingegen wirkt etwas zerklüftet mit den filigran wirkenden Rückleuchten, die sich um die Rückfahrscheinwerfer scheinen zu schlängeln. Der Auschnitt für die Heckklappe zum beladen des tiefen Gepäckabteils hingegen wirkt schmal und dürfte für eine hohe Ladekante zum Be- und Entladen sorgen.

Im Innenraum haben die Designer ein klar gegliedertes Armaturenbrett entworfen, welches keinerlei Rästel in seiner Bedienung aufgibt. So wurde das Multimediasystem mit dem 3,5 bzw. 5 Zoll großen Bildschirm in perfekter Sicht und Bedienhöhe neben dem Kombiinstrument angebracht. Eingerahmt von einer Hutze wirken beide Elemente wie eine verbundene Einheit und sorgen so für eine stimmige Ergonomie. Die Direktwähltasten für Assistenzsysteme sind links unterhalb des Armatuenträgers angebracht und können so auch schnell und unkompliziert bedient werden. Mit Hilfe eines Multifunktionslenkrads können zudem weitere Bedienelemente schnell und ohne Ablenkung vom Fahrer während der Fahrt genutzt werden.

151013_Fiat_Tipo_02Unter der Motorhaube verbergen sich bei uns in Deutschland zum Marktstart im März jeweils 2 Benziner und 2 Dieselantriebe. Die beiden Benzinmotoren bieten eine Leistung von 70 kW (95 PS) und 80 kW (110 PS) ab. Da diese Motoren reine Saugmotoren sind, dürften sie sich vermutlich bei uns in Deutschland eher nicht sonderlich großere Nachfrage erfreuen. Denn bereits die Konkurrenz in Form des Skoda Rapid bietet effiziente und durchzugstarke Turbomotoren im selben Leistungsspektrum an.
Bei den beiden Turbodieselmotoren hingegen sieht die Sache etwas anders aus. Der kleine 1,3 l Vierzylinder leistet zwar ebenfalls nur 70 kW (95 PS), jedoch liegt dessen Drehmomentmaximum von 200 Nm deutlich über dem des Benzinermotors (127 Nm). Somit sind Überholmanöver auf der Landstraße souveränder und stressfreier möglich, als mit der Benzinervariante.
Ihm zur Seite gestellt wird noch ein 1,6 l Vierzylinder Turbodiesel, der mit 88 kW (120 PS) und kräftigen 320 Nm Drehmoment für zügige Fahrleistungen sorgt. So beschleunigt der 1.6 MultiJet in flotten 9,7 s auf Tempo 100 und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 199 km/h. Warum die Italiener hier nicht noch 1 km/h mehr Topspeed angegeben haben, versteht vermutlich nicht mal die Antriebsentwicklung. Beim Verbrauch versprechen die Italiener einen Wert von 4,2 l/100km (110 g/100km), natürlich gemäß NEFZ Zyklus.

151127_F_Tipo_08Zum Marktstart im März 2016 bietet Fiat die Tipo Limousine in 3 Ausstattungsvarianten an. Allen gemein ist hingegen bereits in der Basis eine umfangreiche Sicherheits- und Komfortausstattung. So sind in allen Modellen sechs Airbags, das elektronische Fahrstabilitätsprogramm ESC, Bremsassistenten, Reifendruck-Kontrollsystem, Klimaanlage und eine Audioanlage serienmäßig an Bord.
Die einfachste Ausstattungslinie „Pop“ bleibt den beiden 95 PS Versionen vorbehalten, da die beiden stärkeren Modelle bereits in der nächst höheren Ausstattungslinie „Easy“ erhältlich sind. Diese bietetet neben den genannten Merkmalen noch elektrische Fensterheber für die hinteren Fenster, sowie das Entertainmentsystem UconnectTM mit fünf Zoll großem Touchscreen und MP3-Player samt USB-Anschluss.
Darf es dann doch noch ein wenig mehr sein, kann der Kunde zur höchsten Ausstattungsvariante „Lounge“ greifen. Hier erfreut sich der Kunde dann an 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage, Nebelscheinwerfern mit Abbiegelicht-Funktion erfreuen.

Die Preise beginnen für den Fiat Tipo 1.4 Easy bei freundlichen 13.990€. Für die Topmotorisierung Fiat Tipo 1,6 MultiJet in der höchsten Ausstattungslinie Lounge rufen die Italiener faire 19.190€ auf.

1.4 16V 70 kW (95 PS) Pop 13.990 Euro
Easy 14.990Euro
Lounge 15.990 Euro
1.6 E-torQ 81 kW (110 PS) Easy 17.890 Euro
Automatik Lounge 18.890 Euro
1.3 MultiJet 70 kW (95 PS) Pop 15.990 Euro
Easy 16.990 Euro
Lounge 17.990 Euro
1.6 MultiJet 88 kW (120 PS) Easy 18.190 Euro
Lounge 19.190 Euro

Hinweis:
Wer jetzt Interesse an der neuen Fiat Tipo Limousine bekommen hat, für den bietet Fiat ein besonderes Angebot. Bei Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens, bekommt der Kunde nun auf die oben genannten Preise einen Rabatt von 2.000€.

Comments (9)

  1. […] Die neue Fiat Tipo Limousine ? Kompaktlimousine aus Italien, gefunden bei ubi-testet.de (0 Buzz-Faktor) […]

  2. Das ist denn eine schöne Limousine.
    Was aus Italien? Nur der Name – Hergestellt wird der neue Fiat in der Türkei.

    Bin auch gespannt, ob das Modell auch mit DAB+-Autoradio lieferbar ist, also Digitalradio ab Werk.
    Im Herbst soll es auch einen Kombi geben.

    • Naja, da der Fiat Tipo auch mehr für andere Märkte als den deutschen geplant ist, sollte es legitim sein ihn in der Türkei zu produzieren 😉
      Ob Fiat ein DAB+ fähiges Autoradio verbaut, wird man sehen. Ich vermute es eher nicht, was wieder auf den Kernmarkt betrachtet zurück zu führen sein wird. Mit dem neuen Multimediasystem dürfte es aber unter Umständen möglich sein via Smartphone Internetradio zu streamen.

      • Hallo Ubi

        Danke für Deinen nette Antwort.
        Es ist ja so, dass ja selber in Italien (Südtirol) viele DAB+-Sender gibt, Frankreich ja auch anfängt mit DAB+. Schweiz ist ein Pionier-Land mit DAB+.
        Das Multimediasystem wird ja von namhaften Hersteller hergestellt.

        • Du hast vollkommen recht. DAB+ ist immer mehr auf dem Vormarsch. Auch bei den Fahrzeugherstellern kommt dieses nach und nach an, wobei sich Fahrzeuge mit DAB+ fährigen Audigeräten bislang noch überschaubar zeigen. Ich würde mir auch wünschen, dass Fiat dem Tipo einen DAB+ Tuner spendiert, zur Not gegen Aufpreis.
          Hast du selbst Interesse am Fiat Tipo?

          • @Ubi

            Nachträglich zu Deinem und meinem Kommentar wegen DAB+.

            Ich habe in der Schweiz die Preisliste angeschaut und da kann man DAB+ ab Werk bestellen oder bei einigen Modellausführungen, bei den teueren, ist DAB+ ab Werk drin. Super ist doch das.

          • @Jean-Pierre:
            Ja, ist wirklich klasse. Bin auch langsam richtiger Fan von DAB+-Tunern im Auto. Sollte ich mir einen Neuwagen bestellen, werde ich auf jeden Fall den DAB+-Tuner ordern. Leider ist die Abdeckung in einigen Teilen von DE noch recht schwach. Wenn ich nach Polen beispielsweise fahre, ist da leider gar nichts mit DAB-Sendern. Also es scheint, dass es vermutlich doch noch eine längere Zeit braucht, damit sich das digitale Radio weltweit noch besser verbreitet.
            Eventuell wird dies auch durch das Smartphone mittels Internetradio ersetzt werden.

  3. Peter

    Hallo Ubi,
    schöner Artikel, wenn auch nicht ganz so informativ wie die inzwischen vielen Testberichte namhafter Zeitschriften. Hast Du zufällig Infos, ob die Motoren in ganz Europa so angeboten werden oder ob es noch andere Varianten gibt? Bin den Tipo Probe gefahren, ein super Auto aber die Benzinmotoren sind fahrdynamisch um Jahre veraltet; und noch dazu ein 110PS-Saug-Motörchen mit einer Wandlerautomatik zu kastrieren grenzt fast schon an Frevel. Würde daher vor einem EU-Import nicht zurückschrecken, wenn es potentere Kombinationen gibt…
    Alternativ: Gibt es von Fiat Pläne, den Tipo in der Abarth-Abteilung tunen zu lassen?

    • Hallo Peter,
      leider ist er nicht so informativ, da ich den Tipo leider nicht fahren durfte und nur mit den vorhandenen Pressematerialien arbeiten konnte, die zu diesem Zeitpunkt sehr dürftig waren. Tut mir leid hierfür.
      So weit meine Informationen reichen, soll die angebotene Motorenpalette so europaweit gelten. Eine Abarth-Version ist eher ausgeschlossen, da Fiat hier wohl keinen Markt sieht.
      Ein EU-Import ist sicherlich eine reizvolle Idee, wobei der Preis vermutlich nicht all zu weit unter dem deutschen liegen dürfte. Ich selbst würde vermutlich zu einem der Dieselmotoren greifen, da hier die etwas moderneren und sicherlich kräftigeren Triebwerke unter der Haube werkeln.
      Wie war dein Fahreindruck sonst vom Tipo? Bist du die Limousine oder den 5-Türer gefahren?
      Danke für deinen Kommentar und beste Grüße,
      Matthias (Ubi)

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