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In wenigen Wochen ist es nun auch bei mir soweit, ich werde Papa.
Ja, ich freue mich riesig, und dies auch besonders nachdem ich die Botschaft erhielt, Vater von Zwillingen zu werden. Klar ist nun, dass auch ein neuer fahrbarer Untersatz gesucht wird, und da kam es gerade recht, dass ich von Renault nach Bordeaux zur Vorstellung der Zwillinge Renault Scénic und Grand Scénic eingeladen wurde.

Eine oft gestellte Frage bei Zwillingseltern ist, wie man die Kinder auseinander hält. Tja, da gibt es sicherlich zahlreiche Tricks, die ich im Laufe der Zeit auch kennenlernen werde. Bei zweieiigen Zwillingen ist dies schon deutlich leichter, wie auch bei der Differenzierung der französischen Twins.

Der kleinere von beiden, der Renault Scénic, misst 4,40 m, während ihn sein Bruder mit 4,63 m um 23 cm nur knapp überragt. Doch neben dem bereits optisch ersichtlichen Größenunterschied haben die Elterngene von Renault hier besonders am Popo die offensichtlichsten Unterschiede vollbracht. Der Kleine trägt nämlich breite Rückleuchten und der Große boomerangähnliche Rücklichter. Neu ist auch, dass die Scénic-Zwillinge auf großem Fuß stehen, um genau zu sein 20 Zoll großen Leichtmetallrädern. Diese sind ein Zugeständnis an die Liebschaft der Kunden mit Crossover-Modellen, der hier Rechnung getragen wurde. Damit Papa Renault seine Kinder auch sofort als die seinigen erkennt, ist die Ähnlichkeit mit dem älteren Bruder Espace ebenso gegeben wie mit der großen schwarzen Familiennase samt Familien-Logo.
Mir persönlich gefällt die neue Designsprache von Designer Laurens van der Acker sehr gut. Der neue Renault Scénic bringt so einen schönen Touch Sportlichkeit und Individualität in die meist spießig gestaltete Fahrzeugklassen der Familienvans.

Aufgeräumt und stilvoll – Der neue Innenraum

Der Innenraum beider Zwillinge ist soweit identisch, bis auf den den Unterschied, dass der größere der beiden mit zwei zusätzlichen Sitzgelegenheiten zum 7-Sitzer aufgerüstet werden kann. Zentrales Element ist die geschwungene Mittelkonsole, die das neue Online Multimediasystem R-LINK 2 in zwei unterschiedlichen Displayformaten (7“ oder 8,7“) beinhaltet. Über den Touchscreen lassen sich alle relevanten Bedienelemente steuern, von der Audioanlage und Navigation über die Assistenzsystem bis hin zum elektrischen One-Touch-Folding System der Rücksitze (mit einem Knopfdruck klappen die Rücksitze einzeln oder gesammelt in den Wagenboden und geben eine ebene Ladefläche frei). Ein Manko ist nicht nur seine etwas zu verschachtelte Bedienstruktur, sondern die derzeit noch nicht verfügbare Integration von Apple CarPlay und Android Auto, die erst Anfang nächsten Jahres kommen soll.

Doch viel wichtiger als die Smartphone-Integration ist für mich als werdender Papa die Variabilität und Sicherheit. Hier kann der Renault Scénic bereits seit nunmehr 20 Jahren punkten. Damit macht auch die 4. Generation alles richtig und bietet viele ausgeklügelte Detaillösungen.

Für alle Alltagsgegenstände ein eigenes Plätzchen

renault-scenic-handschuhfachWie etwa 60 % der Kunden habe ich mich für den 23cm längeren Renault Grand Scénic entschieden bei meinen Ausfahrten rund um Bordeaux.
Er bietet nicht nur die Möglichkeit zweier zusätzlicher Sitze, sondern auch ein gesteigertes Ladevolumen von 718 Litern (max 1.901l) beim 5-Sitzer ( 533l 7-Sitzer ). Für mehr Stauraum lassen sich die Rücksitze dann per Knopfdruck einzeln oder gesammelt in den Wagenboden klappen. Wird dann auch noch die Rückenlehne des Beifahrersitzes nach vorne geklappt, können sogar Möbelstücke bis 2,85m Länge verstaut werden.

Im Alltag mit Kindern hingegen bleiben alle Rückenlehnen stehen und schnell fallen die extrem vielen Ablage- und Staufächer im Grand Scénic auf. Insgesamt 63 Liter zusätzliches Stauvolumen ergeben sich durch diese Ablagefächer. Größtes und praktischstes Element ist die verschiebbare Mittelkonsole namens Vario-Modul. Sie lässt sich um 27cm von vorne nach hinten verschieben, nimmt problemlos eine 1,5l PET Flasche auf und verfügt über insgesamt 4 USB-Anschlüsse. Für gekühlte Getränke kann Mama auf dem Beifahrersitz sorgen, da das Handschuhfach nicht nur mittels Klimaanlage gekühlt ist, sondern auch problemlos mehrere 1L PET Flaschen aufnehmen kann.

Safety First im neuen Renault Scénic

Sicherheit ist mir bereits jetzt sehr wichtig und ganz besonders, wenn Kinder an Bord sind. Hierfür steht der Renault Scénic wie kein zweiter in dieser Fahrzeugklasse. Seit Einführung des NCAP-Crashtestverfahrens sind 5-Sterne Wertungen selbstverständlich für den Franzosen, so auch beim neuen Renault Scénic. Dank einer Vielzahl an Assistenzsystemen steht der neue Renault Scénic aber nicht nur für Sicherheit seiner Insassen, sondern auch seiner Umgebung. Serienmäßig verfügt der er nämlich als einziger in seiner Klasse über einen automatischen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung. Aber auch Systeme wie ein Abstandsregeltempomat oder ein Totewinkelassistent können für den neuen Renault Scénic geordert werden.
Sehr nützlich und gut funktionierend ist zudem der Ein- und Ausparkassistent, der den doch recht unübersichtlichen Grand Scénic zuverlässig und zügig in eine freie Parklücke und auch wieder heraus manövriert.

„bon voyage“ Gute Reise

Reisen wie Gott in Frankreich sollte ich sprichwörtlich mit dem neuen Renault Grand Scénic im Hinterland von Bordeaux. Dank der neuen aus dem Renault Talisman und Espace stammenden Sitze mit Massagefunktion war dies auf jeden Fall schon gegeben. Doch um das Ziel zu erreichen bedarf es natürlich auch eines standesgemäßen Antriebs. Hier stehen für den neuen Renault Scénic und Grand Scénic zwei Benziner ( 115 & 132 PS) sowie drei Turbodiesel (110, 130 und 160 PS) zur Auswahl.

Statt Strom aus der Dose nur ein Mild-Hybrid

Zu einem späteren Zeitpunkt kommt auch eine Mild-Hybrid Version zum Einsatz, der Renault Scénic dCi 110 Hybrid Assist. Bei ihm hilft ein kleiner, 10kW starker Elektromotor samt 48V-Batterie im Heck das Anfahrdrehmoment zu erhöhen und zusätzlich den Verbrauch zu senken. Bei einer kurzen Probefahrt konnte der Hybrid Assist in der Tat mit einem tollen Ansprechverhalten schon ab 1.200 U/min begeistern. Besonders in häufigem Stadtverkehr oder auf bergigen Strecken dürfte er vor dem normalen 110PS-Diesel die erste Wahl sein.

Eine Frage des Einsatzgebiets – Diesel oder Benziner

Mit der Topmotorisierung, dem ENERGY dCi 160 EDC in der höchsten Ausstattungslinie BOSE Edition, sollte es für mich an mein Tagesziel gehen. Der 1,6 l Vierzylinder Turbodiesel arbeitet dank zwei unterschiedlich großer Turbolader angenehm gleichmäßig. Bereits früh schiebt der Antrieb an, lässt aber bei stärkerer Beschleunigung Zweifel an seinem hohen Drehmoment von 380 Nm. Zwar bleibt die Kraft lange und gleichmäßig erhalten, jedoch wirkt der Antrieb leicht überfordert mit dem knapp 1,8 t schweren Grand Scénic. Eine sportliche Fahrweise unterdrückte der Antrieb, weshalb schnell auf entspanntes Gleiten umgestellt wurde.
Das serienmäßige 6-Stufen Doppelkupplungsgetriebe (EDC) arbeitet dabei angenehm ruhig und unterstützte den Crusing-Charakter des Franzosen einmal mehr. Die Schaltvorgänge werden kaum vernehmbar durchgeführt, so dass hier eher der Eindruck einer komfortorientierten Wandlerautomatik aufkommt, als eines schnell arbeitenden Doppelkupplungsgetriebes.
Wer wenig Kilometer im Jahr abspult sollte sich doch einmal im Benzinerregal genauer umsehen. Besonders den spritzig wirkenden ENERGY TCe 130 Benziner. Er passt gefühlt optimal zum kleinen, etwas leichtfüßiger wirkenden Renault Scénic mit seiner Drehfreudigkeit und einer guten Leistung aus dem Drehzahlkeller.

In der Ruhe liegt die Kraft

Hat man sich einmal an die ruhigere Gangart im Renault Grand Scénic gewöhnt, kann man auch das Multi-Sense System auf Comfort stellen und sich eine wohnliche Ambientebeleuchtung, wie etwa pink, einstellen. Neben den vorgegebenen Programmen „Eco“, „Comfort“ und „Sport“ kann der Fahrer auch individuelle Vorlieben etwa aus verschiedenen Instrumentengrafiken oder dem bevorzugten Lenkwiderstand wählen, was der Personalisierung des jeweiligen Fahrers entgegen kommt.

renault-r-link-2Beim Fahrwerk gibt es jedoch keine Verstellmöglichkeiten, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Wer nun aber denkt, dass die serienmäßigen 20 Zoll Räder doch sicherlich viel vom französischen Wohlfühlcharakter nehmen, der täuscht. Grund dafür ist, dass die Entwickler mit den „Efficiency Wheels“ einen Raddurchmesser gewählt haben, der auf dem identischen Niveau der 17 Zoll Räder des Vorgängers liegt (195/55 R20). Auch der Preis von Ersatzpneus soll laut Hersteller auf identischem Level bleiben.

Im Fahrbetrieb kann man den Entwicklern schnell zustimmen, denn sowohl der kleine als auch der große Renault Scénic rollen gut und ruhig ab. Wellen von Geschwindigkeitsbumpern in den französischen Dörfern werden sauber geschluckt. Mit zunehmendem Tempo nimmt auch das etwas stößige Ansprechverhalten auf kurzen Schlägen merklich ab.

Die neue Lenkung ist für mich ein absolutes Highlight am neuen Renault Grand Scénic. Sie arbeitet nun im Vergleich zum Vorgänger deutlich präziser, spricht feinfühliger an und gibt nun auch ein ausreichendes Maß an Rückmeldung. Zwar fehlt es ihr in letzter Konsequenz an Direktheit bei schnelleren Richtungswechseln, da aber der Fahrzeugcharakter eher auf eine ruhigere Fortbewegung ausgelegt ist, passt die hohe Servounterstützung sehr gut. Auch die Bremsanlage ist eine sehr gute Weiterentwicklung bei Renault. Denn selbst bei starker Verzögerung bleibt das Pedalgefühl angenehm und nicht zu weich.

Fazit

Tja, kaum hat man sich an das komfortable Reisen mit dem neuen Renault Grand Scénic gewöhnt, öffnet man auch schon wieder die große Heckklappe und entnimmt sein Reisegepäck.
„Au revoir“ ihr beiden Zwillinge, zwar verlasse ich euch nun, aber ich denke wir werden uns bald wieder sehen, dann aber nicht mit einem Handgepäckstrolly, sondern mit einem Zwillingskinderwagen und meinen beiden Kindern.

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Hier geht’s zur Mitfahrt im neuen Renault Scénic dCi 110 Hybrid Assist:

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