Beim 1. Kontakt habe ich mich damals gleich verliebt und war schwer beeindruckt, was Ford aus einer amerikanischen Ikone für den europäischen Markt gemacht hat. Die Rede ist vom Ford Mustang.

Auf der IAA 2017 stellen die Kölner ihr neues und komplett überarbeitetes Pony erstmals vor. Hier haben die Techniker nicht nur in die Schminktasche gegriffen sondern auch technisch einiges verbessert.

Optisch ist der Ford Mustang sofort Wiedererkennbar und die neu modellierte Frontschürze mit nun Voll-LED Technik für Scheinwerfer, Blinker und optionalen LED Nebelscheinwerfer erkennen vermutlich nur die Fans. Im Innenraum verspricht Ford eine „Premium Qualität“, was mit mehr Softtouch Oberflächen sicherlich dem Pony guttun würde. Ob eine Leder Optik hingegen zum Premiumanspruch passt, bleibt auch beim Einsatz neuer Innenraumfarben fraglich und bedarf eines Tests am Objekt selbst.

Eigentlich wenig zu verbessern gab es bei Antrieb und Fahrwerk, doch Ford hat sich allem noch einmal gewidmet und so manches Verbesserungspotential gefunden. Beim 2,3 l EcoBoost 4-Zylinder wurde offensichtlich die Leistung reduziert, so dass dieser nun lediglich 290 Pferdchen leistet. Dies wäre die schlechteste, aber wohl am meisten zu verkraftende Information. Denn ein echter Mustang-Fahrer wählt logischer Weise den „Big Block“.

Der 5,0 l große V8 Saugmotor wurde in seiner Leistung gesteigert und beherbergt offenbar die nun fehlenden Pferdchen des 4-Zylinders. So leistet dieses Triebwerk nun 330 kW (450 PS) und soll neben der besseren Leistung auch im Ansprechverhalten optimiert worden sein.
Auch beim Getriebe haben die Ingenieure genauer hingesehen und das manuelle 6-Gang Schaltgetriebe mit einer stärkeren Kupplung versehen.
Automatikfahrer werden sich freuen, dass auch hier ein komplett neues Getriebe die lahme 6-Gang Automatik ersetzt. Besonderheit ist, dass Ford hier das erste 10 (!!) Gang Automatikgetriebe verbauen wird für 4- und 8-Zylinder. Schnellere Schaltvorgänge und individuell via Schaltpaddels anpassbar soll es sein.

Ein richtiges Statement setzt weiterhin der Ford Mustang GT. Optisch wurden ihm die zwei mickrigen Endrohre entfernt (hatte ich damals kritisiert) und durch eine neue 4-Rohr Klappenabgasanlage ersetzt. Diese soll nicht nur besser klingen, sondern bietet auch einen „Gute-Nachbarschaft“ Modus. In diesem wird der Klang deutlich gedämpft und die Umgebung gerade beim nächtlichen abfahren vom tollen Klang des V8’s nicht behelligt.

Neben den Antriebsüberarbeitungen haben die Entwickler auch am Fahrwerk Hand angelegt. Erstmals kommt ein adaptives Dämpfersystem optional zum Einsatz. Das Fahrwerk passt sich dann an die jeweiligen Fahranforderungen noch besser an. Neben den bekannten Fahrmodi, bietet Ford nun auch zwei weitere Modi an, die zum Charakter des Ponys passen.
Der „Drag“ Modus ist an die legendären Viertelmeile-Rennen angelehnt und sorgt für ein optimales Anfahrverhalten beim Sprintstart. Der „My Mode“ ist ein individuell anpassbarer Modus, bei dem sich der Ford Mustang an die Bedürfnisse des Fahrers anpassen lässt.

Neu ist auch, dass Ford den Mustang technisch noch besser in die „Jetzt“ Zeit holt dank frischer Assistenzsysteme wie etwa mit aktiver Spurhaltung oder einem Abstandstandsregeltempomaten. Zudem wurde der Instrumententräger nun mit einem neuen volldigitalen 12 Zoll großen Display ausgerüstet, welches eine bessere Anzeigenmöglichkeit bieten soll und dem Supersportwagen Ford GT entstammt. Das SYNC 3 Mediasystem ist natürlich auch im Ford Mustang 2018 weiterhin Dreh- und Angelpunkt in der medialen Vernetzung mit Sprachsteuerung und Apple CarPlay bzw. Android Auto.

Preise nennt Ford derzeit noch keine für das frisch gestriegelte Pony. Günstiger wird das Rassepferd aber ganz sicher nicht, sondern vermutlich ein gutes Stück teurer. Allein durch die noch zahlreicher verfügbaren Ausstattungsoptionen und die Leistungssteigerung, wird erstmals die 50.000 Euro Marke ab Werk fallen. Dennoch wird der neue Ford Mustang auch weiterhin jeden Cent wert sein, auch wenn ich ihn noch nicht fahren konnte.

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