BeeZero – das neue, emissionsfreie Carsharing für München

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Die Mobilität der Zukunft stellt aktuell viele Endkunden vor eine große Ratlosigkeit. In den anhaltenden Diskussion um Abgasemissionen, Abgasgrenzwerte und drohende Fahrverbote in Großstädten bleibt die Frage, wie wollen wir da weiter mobil bleiben?
Als Alternative werden immer wieder Elektroautos als umweltverträgliche Fortbewegungsmittel angeführt.
Doch diese müssten flächendeckend auf die Straßen, um eine deutliche Entlastung zu
bewirken. Ebenso müssten die verwendeten Batterien klimaneutral geladen werden können. Ist dies gegeben, kommt schnell ein weiteres Problem der E-Autos zu tragen, die geringe Reichweite. Meist schaffen rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge in der Praxis nur Reichweiten von maximal 150 km und fallen so für viele Kunden als Hauptfahrzeug flach. Eine schlechte Infrastruktur und zu lange Ladezeiten der Akkus sprechen ebenso gegen diese Art des umweltfreundlichen Automobils.

Wir bewegen uns also in einem verhängnisvollen Teufelskreis:
Potenzielle Käufer warten mit dem Kauf, bis eine ausreichende Infrastruktur geschaffen ist und die Preise für die noch sehr teuren Elektromobile gesunken sind. Diese sinken hingegen erst dann, wenn hohe Stückzahlen produziert und verkauft werden …

Gibt es denn keine andere Alternative?

BeeZero_006Eine interessante Alternative wären mit Brennstoffzellen betriebene Wasserstofffahrzeuge.
Diese benötigen nur eine kurze Tankzeit, besitzen eine Reichweite von mehreren 100 km und haben kaum Raumnachteile.
Derartige Fahrzeuge sind allerdings derzeit noch extrem teuer und es fehlt die notwendige Infrastruktur für H2-Tankstellen, wenngleich diese deutlich leichter aufzubauen wäre als Ladesäulen für rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. In Deutschland werden bis dato auch nur 2 Modelle mit dieser Technologie angeboten – der Hyundai ix35 Fuel Cell und der Toyota Mirai.

Wie kann ich aber die Brennstoffzellen Technologie erfahren?

Während die Fahrzeughersteller hier in großem Stil mit Abwesenheit glänzen, kommt jetzt ein Pionier zu uns (nach München), der euch da draußen zeigen will, was mit der Brennstoffzellentechnik möglich ist.

BeeZero – das Car Sharing der Linde AG.

BeeZero_017Mit BeeZero will Linde (Hersteller technischer Gase) einer breiten Masse die Möglichkeit bieten, diese hoch innovative Technik ausführlich zu testen. Gleichzeitig setzt BeeZero ein deutliches Zeichen im Bereich nachhaltiger Mobilität. Für den CarSharing Betrieb hat Linde 50 Hyundai ix35 Fuel Cell erworben, die in München jedem registrierten Kunden zur Verfügung stehen werden. Diese werden mit Wasserstoff betankt, den es z.Zt. an zwei Tankstellen gibt und welcher von der Linde AG zu 100% aus regenerativer Windkraft erzeugt wird.

Wie funktioniert’s und wann geht’s los?

Mitte August geht BeeZero voraussichtlich online. Jeder kann sich dann auf der Homepage von BeeZero anmelden. Ist diese Anmeldung erfolgt, müssen die Daten nur noch in einer Partnerfiliale geprüft und bestätigt werden. Hier greift BeeZero u.a. auf 120 Post-Partnerfilialen zurück. Dann noch die BeeZero-App auf das Smartphone laden und schon kann man mit einem stylisch beklebten Hyundai ix35 Fuel Cell in die Freizeit starten.
Die Anmietung erfolgt dann über die App, in der das Fahrzeug für einen Zeitraum von 60 min kostenfrei reserviert werden kann. Seid ihr dann an eurem Hyundai ix35 Fuel Cell angekommen, öffnet ihr den Wagen via App und könnt los „stromen“.
Das Abstellen und Beenden der Miete erledigt ihr dann selbstverständlich und unkompliziert mit eurem Smartphone.

Braucht München noch ein weiteres Car-Sharing?!

In meinen Augen ganz klar – ja!
BeeZero sieht sich nicht als klassischer Mobilitätsdienstleister für Großstädter mit dem Einsatzgebiet innerhalb der City, sondern als Freizeitdienstleister. Wenn der Kunde mit dem Auto zu IKEA möchte oder mit Freunden an den Starnberger See zum Entspannen, kann er dies perfekt mit dem komfortablen und geräumigen Hyundai ix35 Fuel Cell erledigen. Für den besonderen Show-Effekt bei all euren Fahrten wird allerdings der leise und emissionsfreie Elektroantrieb sein.

Wie fährt sich der Hyundai ix35 Fuel Cell?

BeeZero_004Technisch ist der Hyundai ix35 Fuel Cell derzeit eines der innovativsten Fahrzeuge auf dem Markt, das käuflich erworben werden kann. Für rund 65.000 Euro ist er bereits seit 2013 käuflich zu haben und damit der Pionier unter den Brennstoffzellenfahrzeugen.
Aber wie funktioniert eigentlich so ein Brennstoffzellenfahrzeug? Dazu möchte ich euch ein Video von Hyundai und Focus-TV ans Herz legen, worin alles perfekt beschrieben wird:

BeeZero_010Wer zum ersten Mal in den ix35 FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) einsteigt oder ihn von außen sieht, wird keinen Unterschied zu seinem Benzin oder Diesel Pendant erkennen. Die Ausnahme bildet natürlich unser BeeZero-Hyundai. Er kommt schließlich nicht in der schnöden, weißen Lackierung daher, sondern wurde eigens für das Carsharing foliert. Mit dunkelblauer, matter Folie und orangenen Akzenten fällt dieser Hyundai ix35 sofort auf und das soll er auch!
Der Innenraum ist nüchtern, klar strukturiert und angenehm wertig gemacht. Auch luxuriöse Ausstattungsdetails wie eine Klimaautomatik, elektr. verstellbare Ledersitze oder eine Sitzheizung für die vorderen und hinteren Mitfahrer sind ebenso vorhanden wie ein Navigationssystem und eine Rückfahrkamera. Einziges Ausstattungsdetail welches mir fehlt, ist ein Tempomat.
BeeZero_013Erst der Blick auf das Kombiinstrument verrät schnell, dass wir uns in einem Elektrofahrzeug befinden, denn einen Drehzahlmesser gibt es nicht, sondern eine Power-Anzeige. Zudem zeigt die digitale Tankuhr keine Liter, sondern Kilogramm an. Der knapp 6 kg fassende Wasserstofftank befindet sich im Heck und raubt durch seine ausladenden Maße ein wenig an Stauraum im Ladeabteil. Diese etwa 10 cm hohe Stufe fällt aber kaum auf und sorgt auch nicht für eine wesentliche Einschränkung des Laderaumes.

BeeZero_016Alle Arbeitsbienen von BeeZero sind selbstverständlich Automatikfahrzeuge, was den Komfort zusätzlich steigert.
Start-Stopp Knopf gedrückt und es passiert zunächst einmal nichts. Einzig ein grünes „Ready“ leuchtet im Kombiinstrument auf und weist darauf hin, dass die Brennstoffzelle bereit ist, Energie an den E-Motor zu liefern. Also den Automatikhebel auf „D“ gestellt und schon rollt das blaue SUV sanft und komplett geräuschlos an.
Wow, wie cool ist das denn bitte?! Nichts ist zu hören außer einem leisen Surren des E-Motors ähnlich dem Anfahren einer Straßenbahn. Aber nicht nur die Insassen sind nun begeistert, sondern auch die Passanten um einen herum. Wer nicht aufpasst, der wird vom sich anschleichenden Fahrzeug überrascht. Hat man sich erst einmal an die Stille im Wagen gewohnt, kommt schnell eine besondere Freude an dieser Ruhe auf. Keine Vibrationen, kein lästiges Motoraufheulen beim Beschleunigen, sondern ungestörter Musikgenuss aus den Lautsprechern. Ja, so kann die Zukunft kommen …

BeeZero_018Besonders fein ist zudem, dass der Hyundai ix35 Fuel Cell nicht nur einen mit 136 PS ausreichend starken E-Motor besitzt, sondern dass er ein beeindruckendes Drehmoment von 300 Nm hat. Genau diese Zugkraft liegt mit dem ersten Druck aufs Gaspedal sofort an und sorgt bis etwa 80 km/h für eine Beschleunigung, die auch sportliche Fahrzeuge kaum schlagen können. Oberhalb von 80 Stundenkilometern wirkt er zugeschnürt. So sind Überholmanöver zwar noch ausreichend zügig auf der Landstraße zu absolvieren, aber auf der Autobahn ist man eher auf der mittleren oder rechten Fahrspur richtig. Wer es eilig hat kann zwar mit maximal 160 km/h auf der linken Spur surfen, Spaß bereitet das hingegen wenig.
Viel schöner ist es jedoch, leise und ruhig durch die wunderschöne bayerische Voralpenlandschaft zu cruisen und dies ohne in irgendeiner Weise der Umwelt zu schaden!

Es wird Zeit für ein Umdenken – mit BeeZero ist es möglich.

Das gute Gewissen, etwas für die Umwelt zu tun ohne auch nur einen wirklichen Verzicht zu üben, ist einzigartig. Dass die Brennstoffzellen-Technik nicht mehr im Vorserien-Status befindet, möchte BeeZero euch beweisen und bietet allen die einmalige Möglichkeit, zum Pionier in der Mobilität der Zukunft zu werden. Kommt das Konzept der Linde AG mit BeeZero an, werden sicherlich auch weitere Städte als München folgen. Die dafür benötigten Fahrzeuge könnten dann auch irgendwann von den deutschen Herstellern kommen, wenn diese nicht bereits den Trend zur neuen Technik verschlafen haben…
Ich kann euch jetzt nur noch viel Spaß wünschen beim Erfahren dieser neuen Art der Mobilität. Nutzt die Chance, meldet euch an und ihr werdet bestimmt so begeistert sein wie ich es bin. Vielleicht begegnen wir uns ja auch in einem BeeZero-Hyundai 😉

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Comment (1)

  1. […] BeeZero ? Das neue, emissionsfreie Carsharing für München, gefunden bei ubi-testet.de (0.4 Buzz-Faktor) […]

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