Die Überraschung war groß – der neue Kia Stinger

„The Power to Surprise“. So lautet der Markenspruch des koreanischen Herstellers Kia Motors. Mit einem absoluten Dampfhammer und einer Kampfansage an die Hersteller Audi, BMW und Volkswagen überraschte der Hersteller nun mit dem neuen Kia Stinger.

Ungewöhnlicher Name, aber diesen sollte man sich in jedem Fall merken. Denn der Kia Stinger wird vermutlich die bekannten 4-türigen Sportlimousinen vom Schlage Audi A5 Sportback, BMW 4er Gran Coupé oder dem neuen VW Arteon aufmischen. Die 4,83 m lange Sportlimousine besticht mit einem betörenden Design, welches so vermutlicher eher einem Maserati denn einem koreanischen Hersteller zuzuschreiben wäre.

Aggressiv dreinblickende Voll-LED Scheinwerfer mit prägnantem Tagfahrlicht in Augen-Optik und die schmale, breite Kia Tigernase als Kühlergrill an der Front. Tief über dem Asphalt kauert die Karosserie des Kia Stinger und vermittelt bereits von vorne Überholprestige, wozu auch die riesigen, senkrecht stehenden Lufteinlässe ihren Teil beitragen.
Seitlich dann eine Coupé-hafte Silhouette mit deutlich nach hinten abfallender Dachlinie und einem wunderschön fließenden Übergang in eine riesige Glasheckscheibe mit Heckklappe. Der lange Radstand zieht die Karosserie optisch noch einmal zusätzlich in die Länge.
Am Heck dann klassichere LED-Rücklichter, deren Ausläufer sich jedoch weit in den hinteren Kotflügel ziehen als besonderes Designhighlight. Die 4-Rohr Abgasanlage bleibt dem neuen Topmodell vorbehalten, zeigt aber bereits im Stand, dass hier mächtig Alarm geschlagen werden kann.

So aufregend das Äußere gestaltet ist, umso nüchterner geht es dafür im Innenraum des Kia Stinger zu.
Alles wirkt sachlich und aufgeräumt ohne große Schnörkel. Fast schon zu „deutsch“. Das Kombiinstrument beherbergt analoge Instrumente mit einem kleinen digitalen Infodisplay in der Mitte. Die Mittelkonsole wird einzig von drei runden Lüftungsdüsen in ihrer Optik aufgelockert. Das fast senkrecht stehende 8 Zoll Display beinhaltet das Mediasystem mit aktuell üblicher Konnektivität und Navigation. Die verbauten Sportsitze machen bei einer ersten Sitzprobe einen sehr guten Eindruck mit ordentlichem Seitenhalt und guten Verstellmöglichkeiten. Auf der Rückbank geht es dank des langen Radstandes erstaunlich luftig zu, wobei Personen über 1,80m mit der Kopffreiheit etwas zu kämpfen haben dürften. Dafür freut sich hingegen das Reisegepäck im riesigen Kofferraum über bequeme Platzverhältnisse.

Damit das sportliche Äußere auch hält was es optisch verspricht, stecken unter der Haube ausnahmslos leistungsstarke Triebwerke. Den günstigsten Einstieg bildet ein 2,0l Vierzylinder Turbobenziner mit 255 PS. Der 2,2l Turbodiesel mit 200 PS ist eher als Option für Vielfahrer zu betrachten, will aber nicht so recht zum Auto passen. Er soll aber für größere Absatzzahlen besonders im Dienstwagenbereich sorgen, wo sich bislang Audi A5 2.0TDI, BMW 420d oder der VW Atreon 2.0TDI tummeln.
Dafür passt jedoch das neue Spitzentriebwerk im Kia Stinger GT. Der 3,3l V6 Benziner wird von zwei Turboladern zwangsbeatmet und leistet stolze 370 PS und gigantische 510 Nm Drehmoment. Die Kraft wird dabei über ein 8-Stufen Automatikgetriebe an alle vier Räder dank Allradantrieb verteilt. Traktionsprobleme sollten damit nicht auftreten, zumal die Abstimmungsarbeiten für das Fahrwerk auf der legendären Nordschleife stattfanden.

Ab 43.990 Euro geht es los für einen Kia Stinger 2.0 T-GDI mit 8-Gang Automatik und Hinterradantrieb. Die Ausstattung der GT-Line beinhaltet bereits eine Lederausstattung, ein DAB+ Radio samt Navigationssystem sowie ein Head-Up Display und 18 Zoll Leichtmetallräder.
Wer mindestens 55.000 Euro auf das Konto seines Kia Händlers überweist, wird den Kia Stinger GT mit V6 Twin Turbo Motor erhalten. Dieser bietet dann nicht nur eine Brembo-Hochleistungsbremsanlage und die 4-Rohr Abgasanlage, sondern auch belüftete Nappaledersportsitze und eine variable Lenkung.

 

Meine Meinung:

Eine Überraschung ist der Kia Stinger in jedem Fall und auch eine Kampfansage nach Bayern. Der 2,2l Diesel passt in meinen Augen jedoch nicht so zum dynamischen Äußeren. Im Innenraum hätten die Designer ruhig etwas mutiger sein können. Mutiger wird es zu einem späteren Zeitpunkt, wenn noch eine Plug-In Hybrid Version nachgereicht wird. So ein rein elektrischer Kia Stonic wäre eigentlich auch noch was Feines …

 

Erster Rundgang um den neuen Kia Stinger GT auf der IAA 2017:

Kia

Schreibe einen Kommentar

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen